Es hatte sich schon letzte Woche durch eine Serie von Erdbeben angekündigt: Am Sonntag kam es zu einem Ausbruch an der Cumbre Vieja auf der Kanareninsel La Palma aus. Unser Experte Thorsten Muth berichtete bereits ausführlich über den Vulkanausbruch.

Melbourne: eine Stadt kommt nicht zur Ruhe

Die zweitgrößte Stadt Australiens war in zweierlei Hinsicht diese Woche in unserem Fokus: Seit Montag kommt es zu Demonstrationen gegen eine Impfpflicht für Bauarbeiter. Diese fanden ihren Vorläufigen Höhepunkt am Dienstag, als es zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften kam. Die Stadt befindet sich angesichts steigender Coronavirus-Infektionen in einem harten Lockdown. Allerdings trieb am Mittwoch ein Erdbeben der Stärke 5,9 die Menschen in Panik auf die Straße. Es gab keine Berichte von Verletzten, jedoch kam es zu Beschädigungen an Gebäuden. Starke Erdbeben sind in Australien aufgrund der tektonischen Gegebenheiten vergleichsweise selten.

Eine neue Woche, ein neuer Putsch (Sudan)

In Afrika scheint derzeit ein Putsch den nächsten zu jagen. In dieser Woche kam es im Sudan zu einem erfolglosen Putschversuch. Anhänger des gestürzten langjährigen Präsidenten Omar al-Bashir versuchten am Dienstag Gebäude der Staatsmedien in der Hauptstadt  Khartum zu besetzen. Der Putschversuch brach aber schon nach wenigen Stunden in sich zusammen. Der Putsch vom Dienstag ist nur der letzte in einer langen Reihe von Umsturzversuchen im Sudan, so kam auch der ehemalige Präsident al-Bashir in einem von islamistischen Kräften unterstützten Putsch an die Macht. Das Land wird seit 2019 von einer Zivil-Militärischen Regierung geführt, und nun wird befürchtet das sich durch den Putsch der Übergang zu einer Zivilregierung weiter verzögern dürfte.

Geisteskrank on Tour

In Deutschland kam es gleich zu zwei sicherheitsrelevanten Vorfällen mit geistig verwirrten Personen. Am Mittwochabend griff ein Mann mehrere Fahrgäste in einem Reisebus auf der A9 bei Hiltpoltstein (Bayern) an und verletzte dabei zwei Personen leicht. Der Mann soll auch behauptet haben, eine Waffe in seinem Besitz zu haben und damit gedroht haben, die anderen Fahrgäste zu töten. In der Folge kam es zu einem Großeinsatz der Polizei inklusive des Einsatzes eines Sondereinsatzkommandos, mehrere Zeitungen berichteten sogar über eine Geiselnahme. Allerdings bestätigten sich nach dem erfolgten Polizeizugriff weder die angebliche Waffe noch soll eine Geisellage vorgelegen haben. Der Täter wurde inzwischen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. 

Etwas weiter westlich sind in der Nacht zum Donnerstag vier Gefangene aus einer geschlossenen Station des Klinikums am Weissenhof in Weinsberg, im Kreis Heilbronn (Baden-Württemberg), geflüchtet. Behördenangaben zufolge gelten die vier Männer als gefährlich und sind möglicherweise bewaffnet. Zudem wird davor gewarnt, Personen als Anhalter mitzunehmen.

Kommende Woche

In der kommenden Woche werden Proteste gegen eine Steuerreform in Kolumbien erwartet und in Katalonien findet der Jahrestag des Unabhängigkeitsreferendums statt.