Einige Fans stehen noch vor der Frage, ob sie ihre Mannschaft direkt vor Ort in den USA, Mexiko oder Kanada unterstützen werden. Für noch Unentschlossene gibt Travel Security Analyst Marian Nothing einen Überblick über die Einreisebestimmungen während der WM. 

Nur noch wenige Wochen bleiben bis zum Anpfiff des meist verfolgten Sportereignisses des Jahres. Was gilt es bei der Anreise zu den Spielstätten der Fußballweltmeisterschaft 2026 zu beachten? 

Die Einreise
Mexiko 

11. Juni, Anpfiff in der Gruppe A. Im Eröffnungsspiel trifft Mexiko im Aztekenstadion von Ciudad de México auf Südafrika. Als deutscher oder EU-Staatsangehöriger ist die Einreise visumfrei erfolgt, genauso wie für 85 weitere Nationalitäten. Notwendig sind dafür lediglich ein Reisepass mit einer Restgültigkeit von sechs Monaten sowie eine Touristenkarte (FMM Card), die zuvor ausgefüllt werden muss. Egal ob Mexiko-Stadt, Guadalupe (Monterrey) oder Zapopan (Guadalajara), diese Aufenthaltsgenehmigung erlaubt einen Verbleib für 180 Tage – für also Fans ausreichend Zeit, neben allen Spielen auch noch die archäologischen Reichtümer Teotihuacáns bei Mexiko-Stadt, den La Gran Plaza in Monterrey oder eine Tequila-Tour nahe Guadalajara zu erleben. 

Kanada 

Staatsbürger der EU und 33 weiterer Länder können nach Vancouver oder Toronto sowie nach Kanada im Allgemeinen visumfrei reisen. Voraussetzung sind auch hier eine Einreisegenehmigung (eTA), die Reisende 7 kanadische Dollar kostet, und ein Reisepass, der für die Dauer des Aufenthalts gültig sein muss. Die Behörden weisen darauf hin, dass in der elektronischen Einreisegenehmigung als Reisegrund „FIFA World Cup 26“ eingetragen werden soll. Besonders motivierte Fans planen eventuell, beim Sechzehntelfinale in Seattle (USA) mitzufiebern und für das Achtelfinale mit dem Auto oder dem Zug nach Vancouver (Kanada) zu fahren. Eine Reise über die Landgrenze ist problemlos möglich, eine eTA ist in diesem Fall nicht erforderlich. 

USA 

Da die meisten Spiele einschließlich des Finales in den Vereinigten Staaten stattfinden, stehen die USA möglicherweise im Fokus eines Großteils der Fans. Für die meisten EU-Bürger gestaltet sich der Einreiseprozess vergleichsweise unaufwendig: Als Teil des Visa Waiver-Programms können Staatsangehörige von 42 Ländern, darunter 31 aus dem EU-Schengen-Raum auch hier eine Einreisegenehmigung (ESTA) beantragen, die das Visum und einen Gang über die Botschaft ersetzt. Dazu muss ein biometrischer Reisepass mitgeführt werden, der für die Dauer der Reise gültig ist. Doch Achtung: Jene Fans, die sich nach 2011 schon einmal in Nordkorea, Iran, Irak, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien oder Jemen aufgehalten haben, können am ESTA-Verfahren nicht teilnehmen. Ihnen und Angehörigen der meisten anderen Staaten steht somit nur der Weg über die Botschaft offen, um ein Visum zu beantragen. Das kann wertvolle Zeit kosten. Sollten die Antragsteller allerdings im Besitz eines FIFA-Tickets sein, werden die Anträge priorisiert bearbeitet. Außerdem müssten Reisende aus rund 50 überwiegend afrikanischen Staaten normalerweise eine Kaution für ihren Visumsantrag hinterlegen, welche sich auf einem Betrag von 5.000 bis 15.000 US-Dollar beläuft. Die Kaution wird Besitzern eines WM-Tickets von einem verifizierten Vertreiber jedoch erlassen.  

Vor Ort 

Die FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 in Mexiko, den USA und Kanada sorgt bereits Monate vor dem Turnier für erhebliche Spannungen im Transport- und Tourismussektor. Medienberichte verweisen auf steigende Flugpreise zwischen den Host Cities sowie auf hohe Kosten für Shuttle- und Bahnverbindungen rund um die Stadien – insbesondere in den USA, wo lokale Verkehrsbetriebe geplante Sondertarife diskutieren. Gleichzeitig warnen Behörden und Reiseverbände vor massiven Verkehrsbelastungen, längeren Transferzeiten und eingeschränkter Verfügbarkeit im öffentlichen Nahverkehr. 

Auch die Hotel- und Mietpreise bleiben volatil: Während einzelne Städte rückläufige Buchungszahlen melden, liegen Unterkunftspreise in stark nachgefragten Regionen weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Die FIFA-Leitung hatte tausende Zimmer nahe den Austragungsstätten in Mexico City reserviert, die über ihre eigene Seite gebucht werden konnte. Rund 800 davon stieß sie allerdings bereits im April ab. Je nach Lage wurden Preiserhöhungen von bis zu 500 Prozent registriert. Zwar bieten Airbnbs oftmals günstigere Preise, dafür jedoch keine einheitlichen Standards hinsichtlich Sicherheit, Hygiene oder Servicegarantien. Gerade in stark frequentierten Regionen steigt zudem das Risiko kurzfristiger Stornierungen, überhöhter Zusatzkosten oder betrügerischer Angebote. Insgesamt zeichnet sich die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 damit nicht nur als sportliches Großereignis, sondern auch als erhebliche logistische Herausforderung ab.  

Was es daher zu beachten gilt 

Auch wenn es offensichtlich und obsolet klingt:  

Fans sollten frühzeitig buchen, flexible Reiseoptionen bevorzugen und mögliche Einschränkungen im Flug-, Bahn- und Nahverkehr in ihre Planung einkalkulieren. Zusätzliche Sicherheitskontrollen an Flughäfen, Grenzübergängen und Stadien könnten die Reisezeiten deutlich verlängern. Wer mehrere Austragungsorte in unterschiedlichen Ländern besuchen möchte, sollte zudem ausreichend Zeit für Grenzübertritte sowie kurzfristige Änderungen bei Einreise- oder Transportbestimmungen einplanen. 

Ihre Reise kann A3M zwar nicht organisieren, aber wir stehen Ihnen in fast jeder anderen Hinsicht zur Seite: Der Destination Manager bietet eine Übersicht der weltweiten Einreisebestimmungen, über Einschränkungen vor Ort werden Sie über das Global Monitoring in Echtzeit hingewiesen und die ausführliche Country Information gibt vorab Aufschluss über Risiken, die während einer Reise auftauchen können. In allen Reisesituation sind die Experten von A3M Global Monitoring GmbH daher treue Begleiter, die das Reisen sicherer machen.