zuletzt aktualisiert am Freitag (28. August) um 9:30 Uhr (CEST)

Am Mittwoch (26.08.) hat eine Sturzflut entlang der Flüsse Trishuli und Bhote Koshi im Grenzgebiet zu Tibet schwere Schäden verursacht. Auswirkungen werden aus den Distrikten Rasuwa (v.a. Syapru Besi und Timure), Dhading und Nuwakot (v.a. Trishuli Bazar) gemeldet. Die Schlamm- und Wassermassen hatten zahlreiche Siedlungen entlang des Flussufers erfasst und dabei Straßen, Brücken und ganze Ortschaften fortgespült. Große Teile der lokalen Infrastruktur wurden beschädigt oder zerstört. Die Zahl der bestätigten Toten steigt stetig, initial wurden auf nepalesischer Seite über 800 Menschen vermisst.

Auch aus Tibet wurden Auswirkungen gemeldet: Der chinesische Präsident Xi Xinping hat alle verfügbaren Rettungskräfte in die betroffene Grenzregion beordert, wo v.a. die Ortschaft Gyirong (Shigatse) betroffen ist. Der Grenzübergang Rasuwagadhi / Gyirong Port wurde völlig zerstört. Auch China meldete weit über 500 Vermisste.

Als Ursache des Unglücks wird ein Fels- oder Gletscherabsturz historischer Größe vermutet, der zunächst als Erdbeben registriert worden war. Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde ereignete sich der Erdrutsch etwa 20 Kilometer nordöstlich des Grenzpostens.

📍 Live-Berichterstattung: Tagesanzeiger (CH), Tagesschau (DE)

📍Krisenmanagement: A3M-Event Page (Nepal) / A3M-Event Page (China)

🚨 Erhöhte Alarmbereitschaft gilt für folgende Distrikte:

  • Rasuwa
  • Nuwakot
  • Dhading
  • Chitwan
  • Gorkha

Die nepalesischen Behörden warnen insbesondere vor Aufenthalten an den Ufern des Bhote Koshi, Trishuli und Narayani. Die Straße von Kathmandu nach Pokhara/Chitwan/Nagarkot wurden aus Sicherheitsgründen teilweise für den Straßenverkehr gesperrt, wie aus Informationen des deutschen Auswärtigen Amtes hervorgeht.

📢 Verhaltensempfehlungen

  • Meiden Sie Flussufer, überschwemmte Flächen und steile Hänge.
  • Befolgen Sie unbedingt lokale Evakuierungs- und Sicherheitsanweisungen.
  • Verschieben Sie Fahrten in die betroffenen Distrikte.
  • Überqueren Sie keinesfalls überflutete Straßen oder beschädigte Brücken.
  • Rechnen Sie mit kurzfristigen Straßensperrungen, Stromausfällen und Einschränkungen im Mobilfunknetz.
  • Informieren Sie Angehörige und gegebenenfalls den Reiseveranstalter über den eigenen Aufenthaltsort.
  • Halten Sie ausreichend Wasser, Lebensmittel, Medikamente und geladene Kommunikationsgeräte (u.a. Powerbank) bereit.

☎️ Notfallkontakte

Das Nepal Tourism Board nennt folgende Rufnummern:

📞 Kostenfreie Notfallnummer: 1234

📞 Hotline des Nepal Tourism Board: 1144

📞 Hotline des nepalesischen Außenministeriums für Familienangehörige: +977-974 444 12 27 / +977-974 444 12 28 (7 Uhr bis 22 Uhr Ortszeit)

📧 E-Mail des nepalesischen Außenministeriums: emergency@mofa.gov.np

📞 Touristenpolizei: +977 985 128 9445