Im Zuge der geplanten Reform der EU-Fluggastrechte kommen auf Reisende in den nächsten Jahren einige wichtige Neuerungen und erhebliche Verbesserungen zu.
Die bestehenden Entschädigungszahlungen von bis zu 600 Euro bei Flugverspätungen ab drei Stunden bleiben für Verbraucher weiterhin unverändert erhalten. Für mehr Transparenz sorgt künftig eine einheitliche Liste, die genau definiert, was als „außergewöhnlicher Umstand“ gilt und wann Airlines von der Zahlung befreit sind. Zudem müssen Fluganbieter Ticketpreise künftig standardmäßig inklusive Handgepäck anzeigen, um den Preisvergleich zu erleichtern. Familien profitieren ebenfalls: Kinder sitzen künftig ohne zusätzliche Gebühren für die Sitzplatzreservierung neben ihren Eltern, und auch Tippfehler im Namen auf dem Ticket müssen die Airlines künftig kostenlos korrigieren. Im Falle von Problemen sind Fluggesellschaften zudem verpflichtet, Passagiere innerhalb von 96 Stunden schriftlich über ihre Rechte aufzuklären.
Nach der erwarteten Zustimmung der EU-Abgeordneten im Laufe des heutigen Montags (15.06.) steht lediglich noch die abschließende Bestätigung durch den Rat der Mitgliedstaaten sowie das EU-Parlament aus, die jedoch als reine Formsache gilt. Die neuen Regeln werden dann voraussichtlich ab der Sommersaison 2027 greifen.