Italien hat einseitig Kontrollen für alle aus Spanien ankommenden Personen an Häfen und Flughäfen eingeführt und dafür das Schengen-Abkommen vorübergehend ausgesetzt. Begründet wird dieser Schritt von der italienischen Regierung mit Sicherheits- und Migrationsbedenken im Nachgang des Massenansturms von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta Ende Juli. Rom warf der spanischen Regierung Mängel beim Schutz der EU-Außengrenze vor und kündigte an, die Kontrollen erst aufzuheben, wenn keine Sicherheitsrisiken mehr bestehen. Die Kontrollen richten sich vorrangig gegen Personen ohne EU-Staatsbürgerschaft.