Das Auswärtige Amt hat am Dienstagabend (23.06.) die pauschalen Sicherheitshinweise für weite Teile des Nahen und Mittleren Ostens aufgehoben, die Ende Februar zu Beginn des Irankriegs verhängt worden waren. Berlin kehrt damit zu einer differenzierten Lagebeurteilung zurück. Hintergrund ist die am 17.06.2026 unterzeichnete Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung der Kämpfe, die laut Bundesregierung die gesamte Region spürbar stabilisiert.
Durch den Schritt entfallen die Sicherheitshinweise für Bahrain, den Oman, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate vollständig; dort gelten ab sofort wieder die regulären Reisehinweise. In Ländern wie Saudi-Arabien, Israel, Jordanien und dem Libanon treten damit die länderspezifischen Teilreisewarnungen und Sicherheitshinweise aus der Zeit vor der Eskalation wieder in Kraft. Keine Entwarnung gibt es dagegen für die akuten Krisengebiete: Für den Irak gilt weiterhin eine strikte, landesweite Reisewarnung. Für den Iran und den Jemen bleibt diese sogar mit einer dringenden Ausreiseaufforderung für deutsche Staatsangehörige verbunden. Von Reisen nach Kuwait wird zudem weiterhin dringend abgeraten.